Der Bau des Hubschrauberlandeplatzes in Vitte, schreitet in großen Schritten dem Ende entgegen. Es fehlt natürlich noch die Befeuerung des Platzes und andere wichtige Dinge, um einen Landeplatz überhaupt betreiben zu dürfen. Beispielsweise fehlt noch der Windsack, der dem Piloten die Windrichtung anzeigt.

Der Hubschrauberlandeplatz am 28. Juli 2012.

Der Hubschrauberlandeplatz am 28. Juli 2012.


13 Kommentare
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Jörg
11. August 2012 von 22:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hallo Thomas trotzdem wir nicht immer einer Meinung sind versteh ich schon um was es Dir geht ! Um das einmalige schützenswerte unserer Lieblings Insel ! Und ich glaube das eint uns alle ! Und besonders wichtig immer und zu allem ja und Amen zu sagen tut unserer Insel nicht gut ! Also lass uns weiter hinterfragen und positiv streiten ! Gruß Jörg PS der Pavillon gefällt mir wirklich
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
12. August 2012 von 12:27 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
So machen wir’s. Ich danke dir übrigens für den Hinweis auf die “Verbissenheit”. Da ist schon was dran. Ich werde mal versuchen, manches etwas gelassener zu betrachten. (Kann aber sein, dass das nicht immer klappt.)
joerg
10. August 2012 von 07:13 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hallo ohne Oberlehrer zu sein trotzdem Thema verfehlt ! Deine Hartnäckigkeit in Ehren aber das hat schon etwas verbissenes ! Und was wissen wir schon was Hauptmann oder all die anderen gewollt oder nicht gewollt haetten ! Ich behaupte mal sie sie hätten ja gesagt zu den Veränderungen auf unserer aller Geliebten Insel ! Und was den Pavillon anbelangt der gefällt mir jetzt im Sommer immer besser und macht auch Sinn ! Denk ich jedenfalls ! Gruß
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
11. August 2012 von 18:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Jo, is ja schon recht. Ich sach ja schon gar nichts mehr. Außer: Was den Pavillon betrifft, meinetwegen. Da kann man auch ganz anderer Meinung drüber sein. Sei’s drum, die Zeit bleibt halt nicht stehen. Aber diese ….
Wenigstens sind es Rasensteine. Soll Gras drüber wachsen.
Thomas
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
9. August 2012 von 14:28 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hallo Beate,
ja, ja und ja – du sprichst natürlich ein paar sehr überlegenswerte und richtige Punkte an. Ich will hier auch nicht recht haben oder den Schlaumeier geben oder so etwas. Darum geht es mir überhaupt nicht. Mir geht es um etwas anderes, aber um das zu erklären, muss ich kurz ausholen.
OK, stimmt, manchmal müssen Leute im Winter ausgeflogen werden. Wir waren auch schon dreimal im Winter da – was fast noch schöner ist als im Sommer, stimmt’s? – und es kann hier ziemlich kalt werden, das ist wahr. Aber lass es alle fünf Jahre sein, dass ein solcher Winter wie 2009 über die Insel hereinbricht. Lass uns annehmen, dass dann 100 Leute ausgeflogen werden müssen. Macht 200 Leute auf 10 Jahre und einmal die komplette Insel in 50 Jahren. Dann ist es doch auch wieder eine Güterabwägung: Muss ich für dieses Häuflein Menschen, um das es am Ende der Strecke geht, eine der schönsten Wiesen der Insel und in gewisser Weise das “Entree” von Vitte versiegeln und verbauen? Ist es das wert?
Wir steuern immer schneller auf die Dienstleistungsgesellschaft zu. Immer mehr Leute haben ein Smartphone, fast jeder hat einen Laptop. Die meisten können ihren Job heute auch von zuhause oder aus dem Urlaub erledigen – jedenfalls für ein paar Tage. Außerdem kann man auch lernen aus so einem Winter wie 2009 und sagen: “Ich fahre im Winter auf eine Insel in Nordeuropa. Rückreisezeitpunkt mit Risiko behaftet.” Fertig.
Was mich bei der Hubschrauberlandeplattform umtreibt, ist folgendes: Irgendwer hat hier in diesem Blog mal so etwa geschrieben: “Was meckert ihr hier rum? Die Regierung schenkt euch einen Landeplatz und euch ist es auch wieder nicht recht. Dann geht doch gleich nach Binz.”
Das ist in meinen Augen kompletter Unsinn und verweist doch auf den Knackpunkt. Zunächst mal kann eine Regierung gar nichts schenken. Sie verwendet immer das Geld, das sie zuvor von der Gemeinschaft – uns allen – via Steuern eingezogen hat. Das macht öffentliche Fördermittel so problematisch. Die Politiker geben das Geld fremder Menschen aus. Geld, das sie nicht selbst verdienen mussten. Deshalb macht sich bei öffentlichen Projekten immer irgendwer die Taschen voll, ob in Darmstadt, Berlin, Brüssel, Washington oder Hiddensee. (Nebenbei: Hätte Hauptmann sich einen Glaspalast für 640.000,- Euro in den Garten gebaut?)
Ich schätze, es gab öffentliche Fördermittel und das Geld musste weg. Also haben einige beschlossen, diese sinnfreie Landeplattform zu bauen. Zum Vorteil weniger und zum Nachteil vieler; vor allem zum Nachteil der Natur, die wie immer als kostenlose Bezugsquelle für knappe, wertvolle Ressourcen hergenommen wird und ihr Leiden nicht artikulieren kann, auch nicht bei Wahlen. Zum Glück gibt es heute Internetplattformen wie diese, wo man solche Fragen diskutieren kann. Das Internet gibt uns die Möglichkeit, formale Meinungsfreiheit in echten Meinungswettstreit zu verwandeln, formale Demokratie in gelebte Demokratie. (Amen.)
Politiker sollen die Interessen der Gemeinschaft vertreten, nicht die von Cliquen. In diesem Sinne, finde ich, müssen wir unbequem sein. Allein schon deshalb, weil wir heute die technischen Möglichkeiten dazu haben, tragen wir eine größere Verantwortung für ziviles Engagement auch zwischen den Wahlen. Ob als Bürger seiner Stadt, als Konsument oder eben als Urlauber: Jeder hat heute die Möglichkeit, “etwas zu tun”, Fragen zu stellen und auf eine am Gemeinwohl orientierte Politik hinzuwirken.
Hätte es das Internet vor 50 Jahren schon gegeben, wäre manchem deutschen – und europäischen – Urlaubsziel sicher einiges erspart geblieben. Hiddensee ist bislang recht gut davon gekommen. Eine kritische Öffentlichkeit kann vielleicht einen Beitrag dazu leisten, dass das so bleibt.
Kurz: Hiddensee ist einfach zu schade, um zuzuschauen, wie es vom Druck des Geldes weggespült wird. Nur deshalb bin ich in diesem Punkt so hartnäckig.
Pardon & Gruß
Thomas
Beate
8. August 2012 von 00:39 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ich fahre nun seit Jahrzehnten auf die Insel. War in Sommern und Wintern hier. In den letzten Jahren sind zunehmende Hubschraubereinsätze von mir bemerkt worden (im Gegensatz zu meinen Erinnerungen aus Kindertagen, die so 35-40 Jahre her sind.) Ich habe den Hubschrauber neben mir an einem schmalen Strandabschnitt an der Steilküste landen sehen, als jemand dort nicht mehr von der Stelle kam. Auch an einem Strandzugang in Neuendorf habe ich ihn landen sehen, als dort jemand nach Kreuzotterbiss schneller Hilfe bedurfte. Die letzte Landung außerhalb des neuen Landeplatzes beobachtete ich am 01.08.12, am Ortausgang von Vitte Richtung Heiderose, direkt an der “Deichkreuzung”. Insofern stimme ich der Professionalität der Piloten in jedem Fall zu. Am genannten Tag war übrigens auch ein Notarztwagen nebst Krankenwagen anwesend, und das war nicht das Auto der Ärzte, das immer vor der Praxis in Vitte. Sehen ist.
Meine Wirtin erzählte, dass der neue Landeplatz gebaut würde, damit problemlos auch die Militärhubschrauber landen können. Mein letzter Winter auf Hiddensee war der Jahreswechsel 2009/2010. Wir hatten unsere Abfahrt für den 02.01.2010 geplant. Untergebracht waren wir in Kloster. Ich kann nur sagen, wir haben die allerletzte Fähre bekommen, die noch Menschen von der Insel bringen konnte. Das bedeutete einen Fußmarsch mit Gepäck bis Neuendorf (der Inselbus konnte sich aufgrund der zu bewältigenden Menschenmassen nicht mehr an Fahrpläne halten und war, aus Grieben kommend, schon in Kloster rappelvoll), denn von Vitte aus war der Fährverkehr bereits eingestellt worden. Anschließend kamen Eisbrecher zum Einsatz, bis auch diese im Eis nicht mehr weiterkamen. Das bedeutete, Menschen, die die Insel verlassen mußten (Urlaub zu Ende, Arbeit auf dem Festland), wurden ausgeflogen. Derer Winter hat es nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal gegeben. und meine Wirtin berichtete von mehreren Hubschraubereinsätzen großer Maschinen, die mehr als nur einen Menschen an Bord nehmen können, die über ihr Haus flogen.
Meiner Meinung nach hat es unter diesem Aspekt durchaus Sinn, einen entsprechenden Landeplatz zu errichten. Wünschenswert wäre natürlich die ausschließliche Nutzung für die Insulaner oder deren Gäste und nicht etwa zum Einfliegen von VIP’s. Und für die von mir beschriebenen Situationen ist Vitte eben auch der zentralste Ort.
Grüße von Beate
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
5. August 2012 von 16:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hallo Sandro,
vielen Dank für die Informationen. Da war doch einiges Erhellendes dabei. Trotzdem überzeugen mich deine Argumente nicht und deshalb möchte ich noch einmal kurz darauf eingehen.
Zu Punkt 1: Wenn etwas auf europäischer Ebene geregelt wird, dann muss es deshalb längst noch nicht sinnvoll sein. Dass Europa zusammenwächst ist klasse, aber die europäische Bürokratie bringt in meinen Augen auch viel Murks hervor. Davon lesen wir gerade täglich in der Zeitung. Und auch die Hubschrauberlandeplattform auf Hiddensee zeigt mir nur: Was auf Malta funktioniert und in der Weite Finnlands in Ordnung ist, muss auf einer kleinen Insel mit begrenzter Fläche noch lange nicht richtig sein.
Zu Punkt 2: Pardon, aber ist das nicht genau der Haken an der Sache? Dass es bald eine zentrale Landeplattform für die gesamte Insel gibt, das heißt doch: Vorher kam der Helikopter zu den Leuten – künftig müssen die Leute zum Helikopter kommen. Oder?
Zu Punkt 3: Da kann man nur hoffen, dass die Unglücksfälle stets in der Nähe des Landeplatzes geschehen. Denn wenn einer oben am Leuchtturm einen Herzinfarkt erleidet und erst hinuntergeschafft werden muss zum Helikopterlandeplatz (siehe Punkt 2), dann dürfte es für einige zu spät sein.
Was ich ebenfalls nicht verstehe: Wieso ist der “Notarzt vor Ort”? Das Arzthaus ist doch am Süderende von Vitte. Hat der (neue) Notarzt einen zweiten Standort in der Nähe des Helikopter-Landeplatzes? Wo sollte das denn sein?
Hiddensee ist ein Traum. Ihre Schönheit wird ihr niemand nehmen können. Aber ihre Besonderheit. Und da sind einige auf einem ziemlich guten Weg, meine ich. Für die Zukunft möchte ich eurer Insel daher nur das Beste wünschen: Geldmangel und Wasserknappheit.
Gruß
Thomas
Jörg
2. August 2012 von 16:04 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
@ Thomas und BITTE Nicht im Namen
Der Hiddensee Bewohner und ihrer Gäste sprechen wenn du nur deine eigene Meinung hier vertrittst ! Ich kenne viele die anders darüber denken ! Gruß
Jörg
2. August 2012 von 15:42 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Mir ist es dennoch lieber das der Pilot im Ernstfall auf der Plattform landet als auf dem Arsch einer Kuh !!!! Und ich glaube fest daran das dies auch all die genannten Persönlichkeiten unserer Insel so sehen wuerden ! Ilse Ebel heli zerzaust die Kamera im Anschlag ich bin sicher sie hatte nichts dagegen !
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
3. August 2012 von 12:27 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Moin Jörg,
mag alles sein. Trotzdem beantwortet das nicht die entscheidenden Fragen:
1. Wozu diese Plattform?
2. Warum gerade da?
3. Waren diese 340.000 Euro wirklich im Sinne der Bürger (und der Urlaubsgäste) angelegt?
Ich habe diese Frage schon einmal in diesem Blog gestellt: Was ist, wenn in Neuendorf, Grieben oder Kloster jemand dringend gerettet werden muss? Wo landet der Hubschrauber dann? Der Vorteil der ganzen Sache leuchtet mir nicht ein. Und selbst wenn ein Vorteil da ist: Es hätte sicher Standort-Alternativen gegeben.
Der Rest läuft unter “humoristische Zuspitzung und Übertreibung”. Man will sich ja auch mal Luft machen.
Gruß
Thomas
Sandro
5. August 2012 von 04:10 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
zu Punkt 1 : weil diese Plattform nach europa-baurechtlicher Norm errichtet wurde ( von Malta bis nach Finnland) und eine Abweichung gesetzesfern bzw. GARNICHT zulassungsfrei wäre
zu Punkt 2 : weil sie auf einem der letzten gemeindeeigenen Grundstücke errichtet wurde, die eine Baumaßnahme solcher Coleur ermöglichten, zumal sie im MIttelpunkt der Insel liegt und sich eine Erreichbarkeit von Nord nach Süd die Wage hält (inklusive Polizei, Notarzt–> Vorort)
zu Punkt 3 : Wenn der Hiddenseeer bzw. Urlauber die schnellstmögliche medizinische Versorgung erhält die ihn über einen Herzinfarkt, Hirnschlag hinwegrettet –> JA
mit entbehrlichem Gruss
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
1. August 2012 von 20:02 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Heute, Vitte, gegen 19:00 Uhr. Offenbar ein Notfall. Der Hubschrauber kommt angesaust, fliegt einen eleganten Bogen und landet majestätisch, leicht und locker – auf dem Bolzplatz. (Kein Wunder eigentlich, es sind nämlich keine Anfänger, die so einen Vogel fliegen, sondern so ziemlich die am besten ausgebildeten Piloten, die wir haben und vermutlich sind diese Typen in der Lage, ihren Heli auch auf dem Arsch einer Kuh zu landen, wenn er breit genug ist.) Hätte es eines Bildes bedurft, um die Idiotie der Baustelle nebenan zu illustrieren, heute hätte man es fotografieren können. Viele haben das auch getan. 340.000 Euro wurden zur großflächigen Verschandelung der Insel in die Hand genommen. Verschenktes Geld. Es fragt sich wirklich, wer davon etwas hat. Die Hiddenseer und ihre Urlaubsgäste sind es jedenfalls ganz augenscheinlich nicht.
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
30. Juli 2012 von 20:53 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Klasse! Der Fortschritt macht Fortschritte. Jetzt fehlt nur noch ein passender Name für dieses neuerliche Meisterstück der Inselentwicklung. Ein Gerhart-Hauptmann-Haus gibt es ja leider schon – und was für eins, seit der Weltbad-Pavillon den Eingang von Kloster zerfetzt – sonst hätte man das Bauwerk prima “Gerhart-Hauptmann-Landeplatz” nennen können. Ein schönes Signal an alle Promis, die dort vielleicht irgendwann eingeflogen werden. Wie wär’s stattdessen mit “Gret Palucca Platform”? Das englische “platform” heißt sowohl “Plattform” wie “Bühne”. Die Tänzerinnen und Tänzer könnten aus Dresden eingeflogen werden – und direkt auf der “platform” “performen”. Cool! Denkbar wäre auch “Asta Nielsen Hub”. Es ist immer gut, eine Flugeinrichtung als “hub” zu bezeichnen, so viel kann ich als jemand, der in der Nähe des Airports Frankfurt wohnt , mit Sicherheit sagen. “Hub” bedeutet “Zentrum”, “Mittelpunkt”; es klingt groß und wichtig und nach internationalem Niveau und darauf kommt es ja an, nicht wahr. Und Asta Nielsen hätte von ihrem Karussell aus – welch netter Anklang an die Drehbewegung der Rotoren – das Landen der Hubschrauber hervorragend verfolgen können. Sie hätte den Anblick sicher sehr genossen. Am besten aber wäre “Ilse Ebel Base”. Die berühmte Inselfotografin wohnte immerhin gegenüber. Ob die Verantwortlichen deshalb genau diesen Platz für die Hubschrauberlandeplattform gewählt haben? Aus Pietät und Feingefühl? Es wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Man sieht die zierliche alte Dame förmlich vor sich stehen. Wie sie auf der Plattform steht, ihre Kamera im Anschlag, das Haar vom sinkenden Helikopter zerzaust. Nur aufgepasst, dass das Bild von Hiddensee nicht gründlich verwackelt.