Ab heute werden die Pflastersteine des Weißen Weges in Kloster ausgetauscht. Der Weiße Weg ist während der Bauarbeiten bis voraussichtlich 25. Mai 2012 vollständig gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit über den Kirchweg umgeleitet.
Warum werden die Pflastersteine nun ausgetauscht? Im Jahr 2009 wurde der Weiße Weg saniert. Es wurde nach ein paar Monaten festgestellt, dass die Pflastersteine nicht den Anforderungen entsprechen, die man gefordert hatte. Daher wurde durch die Gemeinde Regress angemeldet. Der Austausch wird daher zulasten des Herstellers der Pflastersteine erfolgen. Der Gemeinde werden dabei keine Kosten entstehen.









10 Kommentare
Zum Kommentar-Formular springen ↓
jürgen julius irmer
5. Mai 2012 von 23:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
…ich habe gerade eine woche wie ein junkie den inselwundernektar aufgesogen und bin voller hoffnung, daß man dorten an sich hält und auch in zukunft versteht woraus das eigentliche gehalt bezieht.
was für eine herrliche insel,pferdescheiße und pflastersteinabrieb hin oder her…
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
22. April 2012 von 16:17 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hallo Jörg,
umgekehrt möchte ich sagen: Bitte entschuldige, wenn ich manchmal zu harsch klinge. Es steht mir nicht zu, den Fortschritt auf eurer Insel zu verurteilen. Im Sinne der Insulaner mag manches / vieles in Ordnung sein. Aber ich lebe schon seit rund 50 Jahren im Rhein-Main-Gebiet. Wir haben hier alles, was sie uns als unverzichtbar verkaufen: Arbeitsplätze, Industrie, moderne Dienstleistungsbranchen, internationale Flughäfen, Autobahnen, Wachstum … Das Resultat: Überall rast und brummt und lärmt es, ständig wird irgendwo eine Baugrube aufgerissen und eine andere zugeschüttet, man steht morgens im Stau und abends wieder und was wir als “Luft” zu atmen kriegen, hat diesen Namen nicht verdient. Vielleicht wird das hier noch ein Paradies, wenn die Einwohnerzahlen eines Tages sinken, die Energiewende geschafft und das Wasserstoffauto serienreif ist. Keine Ahnung. Die letzten 40 Jahre waren jedenfalls von Zersiedelung, Umweltzerstörung und zunehmender Hektik geprägt. Hiddensee war da im Jahr 1995 wie eine Offenbarung für mich (und meine Familie). Ein Ort, komplett “aus der Zeit gefallen”. Ich finde, wie viele vor mir: Ihr habt da etwas unendlich Wertvolles. Orte wie Hiddensee gab und gibt es nicht viele in Deutschland, ja vielleicht sogar in der Welt. Es tut weh zu sehen, wie einige aus dem “söten Länneken” offenbar “dat protzige Länneken” machen wollen.
In diesem Sinne: beste Grüße – und bitte schützt mir das wunderbare, einzigartige nichts als Insel,
Thomas
Alexandra
23. April 2012 von 06:56 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Lieber Thomas, mit allen drei Beiträgen sprichst du mir aus dem Herzen!
LG
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
23. April 2012 von 20:37 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Danke, dass du das so siehst / empfindest., Alexandra. Manchmal fürchte ich schon, in mir steckt ein hoffnungslos rückwärts gewandter Spinner. Dabei wünsche ich mir eigentlich nur mehr Ruhe, intakte Natur und kleine Einheiten. Das Seltsame ist doch eigentlich, dass das nur noch auf einer Inseln möglich ist. Und selbst dort darf es so nicht bleiben. Immerhin bin ich scheinbar nicht der einzige, den das irritiert.
Jörg
21. April 2012 von 22:54 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Na ja ein wenig oder auch ein wenig mehr hast du schon recht manche Neuerungen gibt es auf die kann ich auch verzichten ! Gruß
Jörg
17. April 2012 von 20:01 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Jaja vor allem rasende Kutschen und so wie früher ! Also ich liebe unsere Insel auch aber zurückwünschen neeeeeee !
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
21. April 2012 von 17:03 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Geschwindigkeit ist ja relativ. Tatsache ist doch: Vorher war es nur ein Weg, jetzt ist es eine Straße zur Optimierung des Touristen-Durchsatzes. Und das sieht man. Als Einzelfall auch gar nicht so tragisch. Aber es ist ja kein Einzelfall. Der völlig überdimensionierte, aufgedonnerte Platz vor dem Heimatmuseum, der zugepflasterte Kirchweg, der Glaspalast im Gerhart-Hauptmann-Haus, das ruinierte – unglaublich zauberhafte – frühere Zeltkino, die stattdessen geplante Stadthalle in Vitte, dazu die gewaltige Schwimmhalle … es weht ein anderer Wind auf Hiddensee. Es erinnert mich an eine Botox-Behandlung. Das Zeug wird bekanntlich auch nur in kleinsten Dosen verabreicht. Aber die verwandeln das natürlichste Gesicht in eine maskenhafte Plastik-Visage.
Reiseziel Hiddensee
16. April 2012 von 22:19 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Welche Anforderungen waren denn das, denen nicht entsprochen wurde?
Thomas
16. April 2012 von 22:38 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Laut den Informationen auf der Webseite der Gemeinde, haben die Steine nicht den geforderten Härtegrad. Darum sieht die Straße auch so “mitgenommen” aus. Wahrscheinlich war den Planern der Firma nicht klar, dass es auf Hiddensee auch Pferdefuhrwerke gibt, die die Straße auch mitbenutzen (dürfen)
Thomas Hönscheid-v. der Lancken
16. April 2012 von 19:09 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Gute Gelegenheit eigentlich, den Weißen Weg vom Highway, auf dem die Kutschen seither aneinander vorbei rasen, wieder in einen Weg zurückzuverwandeln. Die Ursprünglichkeit und Entschleunigung wieder hervor zu holen, die unter dem dicken, breiten, teuren Pflaster vergraben worden sind. Aber das würde Geld kosten, das jetzt keiner mehr bezahlen will. Dabei hätten es zwei schmale Streifen Pflaster mit Grün dazwischen, wie zuvor, auch getan. Schade, sehr schade.